Jahresanfang ist diese besondere Zeit, in der viele von uns sich neu ausrichten und schauen, was sie eigentlich so einzigartig macht. Ich selbst dachte, ich schau mal nicht in mein Human Design oder meine Astrologie, sondern beantworte mal ein oder zwei Fragen as meinem Journal „I am the hero of my own life“ von Brianna West.
Darin tauchte eine Übung auf, die ich gut kenne: das persönliche Mengendiagramm. Klingt erstmal total unsexy! Drei Kreise, drei Listen. Was kann ich gut? Was mag ich? Was wird in der Welt gebraucht?

Und obwohl ich diese Übung schon so oft gesehen habe, ist mir wieder aufgefallen, wie schwer mir der wichtigste Punkt fällt: die Schnittmenge. Dieses „Aha, DAS ist es also!“.
Ich weiß inzwischen, dass es vielen Coaches und Mentorinnen genauso geht. Sie füllen die Listen mühelos aus – und stehen dann trotzdem ratlos vor der Frage: Und jetzt? Genau hier setzt dieser Blogartikel an:
Du wirst verstehen, warum diese Schnittmenge oft so schwer greifbar ist, und was es WIRKLICH braucht, um ein tragfähiges Fundament für dein Business (und vielleicht auch für das neue Jahr) zu legen.
In diesem Artikel geht es nicht darum, deine Berufung zu finden oder dich neu zu erfinden. Es geht darum, etwas sichtbar zu machen, das sehr wahrscheinlich schon da ist. Du wirst erfahren, warum klassische Übungen zur Schnittmenge oft ins Leere laufen, warum gerade reflektierte, leidenschaftliche Coaches daran hängen bleiben und wie sich dein persönlicher Wirkraum stattdessen über Wirkung, Rückmeldungen und Beobachtung zeigt. Anhand meines eigenen Beispiels zeige ich dir, wie Klarheit entstehen kann, ohne dich festzulegen, und wie du deinen Wirkraum Schritt für Schritt in Worte fasst.
Dein persönlicher WIRKRAUM
Finde die Schnittmenge, die wirklich trägt
Wenn du spürst, dass deine Schnittmenge da ist, dir aber die Worte fehlen: Dieses Workbook hilft dir, deinen Wirkraum sichtbar zu machen.

Warum diese Übung mehr ist als „nice to have“
Auf den ersten Blick wirkt das persönliche Mengendiagramm wie eine dieser Übungen, die man mit einem zögerlichen „Jooooaaar“ quittiert oder innerlich wegnickt. Drei Fragen, ein bisschen Selbstbeobachtung. Nett. KANNST du machen, MUSST du aber nicht.
Und genau hier liegt der Denkfehler!
Aber bevor ich dir den erkläre, lass uns dieses trockene „Mengendiagramm“ mal umbenennen. Ich finde, wir nennen es lieber deinen stimmigen Wirkraum, weil es genau darum geht: nicht um Theorie, sondern um das, was dein Business wirklich tragfähig macht.
Findest du auch besser, oder? Prima! Dann lass uns den Denkfehler mal anschauen.
Der Wert dieser Übung liegt nämlich nicht darin, dass sie dich irgendwie beschäftigt hält, dich inspiriert oder motiviert, sondern darin, dass sie unterscheidet. Sie zwingt dich dazu, Dinge auseinanderzuhalten, die im Alltag – und besonders im Coaching- und Business-Kontext – ständig vermischt werden: Können, Wollen und echter Beitrag.
Viele Menschen glauben, sie müssten nur noch klarer wissen, was sie wollen. In Wahrheit scheitern sie aber daran, dass sie alles gleichzeitig ernst nehmen: ihre Fähigkeiten, ihre Interessen, die Bedürfnisse anderer, Marktlogik, Erwartungen, alte Rollen. Das Mengendiagramm macht hier keine Kompromisse. Es stellt keine Wunschfragen, sondern „Passungsfragen“. Und genau das macht es so unbequem.
Denn plötzlich reicht es nicht mehr, gut zu sein oder motiviert oder gefragt. Es geht darum, was zusammengehört und was zwar existiert, aber nicht unbedingt weitergegeben werden will. Diese Übung konfrontiert damit, dass:
- nicht alles, was du kannst, sinnvoll ist,
- nicht alles, was du magst, auch tragfähig ist, und
- nicht alles, was gebraucht wird, deine eigene Aufgabe sein muss.
Genau deshalb ist das persönliche Mengendiagramm so wertvoll. Und genau deshalb fällt es so vielen schwer. Weil es zur Selbstverantwortung auffordert und dir möglicherweise etwas aufzeigt, das du gar nicht sehen willst. Diese Übung zeigt nämlich nicht, was theoretisch möglich wäre, sondern was realistisch zusammenpasst. Und sie lädt dazu ein, dich selbst ernst zu nehmen, nämlich als Mensch mit Grenzen, Vorlieben und echter Wirksamkeit. Und das fühlt sich selten easy an, bringt aber unglaublich viel Klarheit und Entspannung.

Was ist dein persönlicher Wirkraum – und was ist er nicht?
Dein persönlicher Wirkraum beschreibt den Bereich, in dem drei Dinge zusammenkommen:
- das, was du wirklich gut kannst,
- das, was du gern tust, und
- das, womit du anderen tatsächlich dienst und ihnen einen echten Mehrwert bietest.
Wichtig ist zuerst, was dieser Wirkraum nicht ist:
Er liefert dir keine Berufsbezeichnung und auch kein klares „So nennst du dich ab jetzt“. Viele brechen an dieser Stelle innerlich ab, weil sie erwarten, nach der Übung eine eindeutige Antwort zu haben. Die bekommt man hier nicht – und genau das ist Absicht.
Dein Wirkraum ist auch kein schneller Purpose-Test. Er verspricht keine große Offenbarung, kein spirituelles Aha und keine plötzliche Erleuchtung. Wer ihn dafür benutzt, wird fast zwangsläufig enttäuscht, denn diese Übung arbeitet nicht mit großen Ideen, sondern mit Passung.
Dein Wirkraum beschreibt nicht, was du bist, sondern wie und wo du wirksam wirst. Er entsteht da, wo du dich nicht ständig erklären, rechtfertigen oder zusammenreißen musst, sondern präsenter wirst, klarer sprichst und Menschen dich anders wahrnehmen.
Warum wird diese Übung trotzdem so oft empfohlen?
Weil sie hilft, zwischen Fähigkeit, Neigung und Verantwortung zu unterscheiden, statt alles gleichzeitig ernst zu nehmen. Und weil sie sichtbar macht, wo Dinge wirklich zusammenpassen und wo wir uns möglicherweise etwas schönreden.

Und warum brechen so viele frustriert ab?
Weil diese Übung dazu auffordert, auszuwählen, und damit auch, Möglichkeiten loszulassen. Gerade Menschen, die viel sehen, viel können und viel Verantwortung übernehmen, erleben das nicht als Erleichterung, sondern erstmal als inneren Widerstand.
Sie sind oft interessiert an vielem und sehen überall Bedarf. Der Wirkraum zwingt sie, Rollen, Erwartungen und auch Anerkennung loszulassen. Und genau deshalb ist diese Übung so wertvoll – und so unbequem.
Und genau deshalb macht es Sinn, die drei Bereiche deines Wirkraums erstmal getrennt anzuschauen. Einzeln sind sie meist klar und gut greifbar. Herausfordernd wird es erst dann, wenn sie zusammenkommen und du anfängst zu unterscheiden, was bleiben darf und was nicht.
Dein persönlicher WIRKRAUM
Finde die Schnittmenge, die wirklich trägt
Wenn du spürst, dass deine Schnittmenge da ist, dir aber die Worte fehlen: Dieses Workbook hilft dir, deinen Wirkraum sichtbar zu machen.

Die drei Bereiche deines Wirkraums und wo wir uns oft selbst austricksen
1. Worin bin ich gut?
Fähigkeiten oder Konditionierung?
Dieser erste Bereich fühlt sich oft am klarsten an. Viele wissen ziemlich genau, worin sie gut sind. Vor allem dann, wenn sie dafür schon lange Rückmeldungen bekommen oder gelernt haben, darüber Anerkennung zu erhalten.
Als ich meine Liste ausgefüllt habe, war sie schnell voll: Menschen bestärken, Mut machen, Zusammenhänge erkennen, analysieren, Dinge strukturieren, schreiben, sprechen, Worte finden für das, was andere fühlen. Alles Fähigkeiten, die mir leichtfallen und die ich über Jahre verfeinert habe.
Und genau hier lohnt sich ein ehrlicher Blick:
Bin ich darin gut, weil es mir entspricht? Oder weil ich früh gelernt habe, dass ich damit gebraucht werde?
Viele Fähigkeiten entstehen nämlich aus Anpassung. Sie sind nicht falsch, aber sie sind auch nicht automatisch Teil deines Wirkraums. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie entlastet. Du darfst gut in etwas sein, ohne es weiter tragen zu müssen.
2. Was mag ich?
Echte Vorlieben oder „das sollte ich mögen“?
Dieser Bereich wirkt weicher, ist aber oft der ehrlichste. Wenn wir ihn lassen.
In meiner Liste standen Dinge wie: träumen, visionieren, schreiben, in Human Design und Astrologie eintauchen, Workbooks entwickeln, spazieren gehen, lesen, lachen, schwimmen, Zeit mit meiner Familie verbringen, Massagen, frühstücken gehen. Außerdem Werte wie Ehrlichkeit, Offenheit, klare Regeln, tiefe Gespräche und das Gefühl, meine Zeit sinnvoll zu nutzen.
Das sind keine strategischen Antworten. Und genau deshalb werden sie oft relativiert. Viele fragen sich hier unbewusst: Ist das sinnvoll genug? Bringt das was? (Hab ich mich zu Beginn meiner Selbständigkeit auch gefragt!) Aber diese Fragen gehören hier noch gar nicht hin!
Wichtig ist nur eine Unterscheidung:
Magst du etwas wirklich oder glaubst du, du solltest es mögen, weil es gut klingt, zur Rolle passt oder gerade angesagt ist?
Dein Wirkraum entsteht nämlich nicht aus einem Idealbild, sondern aus deiner echten Neigung. Und die darf erstmal zweckfrei sein.
3. Was wird gebraucht?
Konkret helfen oder die Welt retten?
Dieser Bereich ist für viele der schwierigste. Vor allem für empathische Menschen mit einem starken Verantwortungsgefühl.
In meiner Liste tauchten große Themen auf: Menschen bestärken, mehr Gelassenheit, mehr Selbstvertrauen, mehr Ich-sein dürfen – auch im Business. Frieden, Wertschätzung, Dankbarkeit, Gleichberechtigung. Alles berechtigte Anliegen.
Und gleichzeitig stellt sich hier eine entscheidende Frage:
Geht es darum, konkret zu helfen oder unbewusst darum, alles besser machen zu wollen?
Nur weil irgendwas gebraucht wird, heißt das nicht, dass es deine Aufgabe ist. Dein Wirkraum entsteht nicht da, wo du dich für alles zuständig fühlst, sondern da, wo deine Art zu wirken wirklich gebraucht wird. Und zwar überschaubar, menschlich und machbar.
Gerade leidenschaftliche Coaches und Mentorinnen fragen sich an dieser Stelle oft, ob das, was sie in die Welt geben wollen, überhaupt gebraucht wird.
Meine klare Antwort ist: Ja! Allein dadurch, dass du Erfahrungen gemacht, Krisen durchlebt, Entscheidungen getroffen und Wissen aufgebaut hast, trägst du etwas in dir, das für andere wertvoll ist. Das steht nicht zur Diskussion.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob dein Beitrag gebraucht wird, sondern wo und in welchem Rahmen. Du musst nicht alles bedienen, nicht alle erreichen und auch nicht jede Lücke füllen. Dein Wirkraum wird nicht größer, wenn du ihn „überdehnst“. Im Gegenteil: Er wird viel klarer für dich, wenn du ihn begrenzt!
Diese Unterscheidung nimmt enorm viel Druck raus. Du musst nicht die Welt tragen, um wirksam zu sein!

Eine andere Art, deinen Wirkraum zu finden
Wenn du die drei Bereiche einzeln betrachtet hast, liegt die Versuchung nahe, sie nun logisch zusammenzuführen. Fähigkeiten + Vorlieben + Bedarf = Schnittmenge. Auf dem Papier wirkt das schlüssig. In der Praxis führt genau dieser Schritt oft dazu, dass alles wieder verschwimmt, denn:
- Je mehr du nachdenkst, desto mehr Möglichkeiten tauchen auf.
- Je reflektierter du bist, desto schwieriger wird es, einen Punkt wirklich ernst zu nehmen.
Ich hab da immer an mir selbst gezweifelt und gedacht, ich sei zu blöd, meine Schnittmenge zu finden. Dass ich das nicht hinbekommen habe, ist aber kein Zeichen von Blödheit (😉), sondern zeigt eher, dass diese Übung nicht über Denken gelöst werden will.
Die Schnittmenge deines Wirkraums entsteht nämlich nicht im Kopf, sondern zeigt sich im Erleben (wie irgendwie alles, was du „lernen“ kannst).
Statt dich also zu fragen: „Was passt theoretisch zusammen?“, lade ich dich ein, anders hinzuschauen.
Dein persönlicher WIRKRAUM
Finde die Schnittmenge, die wirklich trägt
Wenn du spürst, dass deine Schnittmenge da ist, dir aber die Worte fehlen: Dieses Workbook hilft dir, deinen Wirkraum sichtbar zu machen.

1. Beobachte, wo du wirkst – ohne dich anzustrengen
Dein Wirkraum zeigt sich oft da:
- wo du nicht versuchst, wirksam zu sein.
- wo Gespräche sich verdichten oder du plötzlich sehr klar wirst.
- wo andere ruhiger, sortierter oder mutiger werden – einfach durch den Kontakt mit dir.
Frag dich nicht zuerst, was du tust, sondern was danach anders ist. 👉 Bei dir. Und bei den anderen.
Diese Momente sind Spuren, die viel verlässlicher sind als jede gedankliche Konstruktion.
2. Verschiebe den Fokus von „der Welt“ zu echten Menschen
Meine Erfahrung zeigt, dass viele Coaches sich bei der Frage verlieren, was gebraucht wird, weil sie zu groß denken. Die Welt, die Gesellschaft, das System. Dein Wirkraum ist fast nie so abstrakt.
Er entsteht in der Verbindung mit konkreten Menschen und ihren Fragen, ihren Unsicherheiten und Übergängen. Oft genau da, wo deine eigene Geschichte, deine Erfahrungen und dein Wissen andocken.
Frag dich weniger, was gebraucht wird, und mehr:
Wer profitiert spürbar von dem, was ich aus Erfahrung heraus weitergeben kann?
Das ist Fokussierung pur!
3. Nimm Wiederholungen ernst
Ein extrem wichtiger Hinweis auf deinen Sweet Spot liegt in dem, was sich wiederholt.
- Welche Fragen werden dir immer wieder gestellt?
- Welche Themen tauchen unabhängig vom Kontext auf?
- Wobei sagen Menschen Sätze wie: „So habe ich das noch nie gesehen“ oder „Das hat mir gerade wirklich geholfen“?
Wiederholung ist kein Zufall! Sie zeigt dir glasklar, wo deine Fähigkeiten, deine Neigungen und echter Bedarf sich schon überschneiden – ganz ohne, dass du es erzwingen musst.
4. Benenne deinen Wirkraum, statt ihn festzulegen
Viele suchen nach DEM einen Satz, der alles erklärt (übrigens auch bei der „Positionierung“, du merkst schon, ähnelt sich ), aber dein Wirkraum funktioniert anders:
Er wird immer klarer, wenn du anfängst, ihn in Worte zu fassen, eine zeitlang damit gehst, reinspürst. Und nicht, wenn du ihn endgültig definierst. Denn sind wir mal ehrlich: dein Wirkraum wird sich IMMER verändern, weil du dich doch stetig weiterentwickelst, oder? Du und ich, wir sind doch nicht für Stillstand gemacht! Und warum sollte dann dein „Überschneidungsbereich“ zwischen Können, Wollen, Wirken gleich bleiben?
Am Anfang reicht sowas wie:
„Ich merke, dass ich besonders wirksam bin, wenn …“
oder
„Ich komme immer wieder an diesen Punkt zurück …“
Das ist tatsächlich der Weg. Sorry not sorry. Ich weiß, du hättest gern, dass dir jemand sagt, dass genau DAS jetzt DEIN Satz ist. Aber dafür bist du nicht hier, weil du dich in der Tiefe verstehen willst, weil du eine Mission hast und die auch tief in dir fühlst. Also lass uns mal weiter schauen.
Was andere in mir gesehen haben – und was ich lange nicht einordnen konnte
Ganz am Anfang meiner Selbständigkeit habe ich etwas gemacht, das viele empfehlen 👉 Ich habe Menschen gefragt:
- Was sie an mir schätzen.
- Worin sie mich stark erleben.
- Wobei ich ihnen geholfen habe.
Die Rückmeldungen waren überwältigend.
Sie sprachen von meinem besonderen Einfühlungsvermögen, davon, dass ich Stimmungen erspüre, dass ich Mut mache, auch unbequeme Dinge anspreche, Ordnung in Gedanken bringe, Orientierung gebe.
Menschen beschrieben mich als Leuchtturm, als eine Frau, die Sicherheit gibt, inspiriert, strukturiert, große Zusammenhänge sieht und gleichzeitig konkrete nächste Schritte möglich macht. Sie erzählten, dass sie nach Gesprächen mit mir klarer waren, sortierter, ruhiger, bestärkter.
Ich habe das gelesen – und mich gleichzeitig gefragt:
Okay. Und was davon ist jetzt bitte mein Business? 🤔
Das war der Punkt, an dem ich festhing, weil mir niemand erklärt hatte, wie man Wirkung übersetzt.

Der Denkfehler: Ich habe nach Themen gesucht, nicht nach Wirkung.
Wenn du solche Rückmeldungen liest, suchst du automatisch nach Kategorien:
Ist das jetzt Kommunikation? Führung? Coaching? Human Design? Zeitmanagement? Persönlichkeitsentwicklung? 🤔
Und genau so habe ich damals auch gedacht. Ich wollte wissen, welches Thema das ist, welches Angebot vielleicht.
Was ich übersehen habe: Die anderen haben mir kein Thema gespiegelt. Sie haben mir meine Art zu wirken gespiegelt.
Sie haben nicht gesagt: Du erklärst Human Design gut.
Sondern: Nach Gesprächen mit dir sehe ich mich klarer.
Sie haben nicht gesagt: Du bist gut im Planen.
Sondern: Du bringst Ordnung ins Chaos, sodass ich wieder handlungsfähig werde.
Sie haben nicht gesagt: Du motivierst.
Sondern: Du gibst mir Mut, Dinge anzugehen, auch wenn ich zweifle.
Das sind keine Themen! Das ist Wirkung!
Warum das so schwer zu monetarisieren schien
Damals konnte ich mir nicht vorstellen, wie man damit Geld verdient, weil es für mich viel zu selbstverständlich war. Ich habe das nicht als was Besonderes gesehen, sondern als das, was halt passiert, wenn man mit mir spricht.
Und genau hier übersehen viele ihren Wirkraum. (Genau wie ich damals.)
👉 Was für dich selbstverständlich ist, ist für andere oft genau das, was ihnen fehlt.
👉 Was sich für dich nach „ich bin halt so“ anfühlt, ist für andere eine konkrete Unterstützung.
Lange habe ich geglaubt, ich müsste zuerst eine Methode, ein Modell oder ein klares Angebot haben, um zu wissen, wofür ich stehe. Heute weiß ich: Es ist andersrum. Mein Wirkraum war zuerst da – als Wirkung im Kontakt mit Menschen. Meine Tools und Programme sind erst später daraus entstanden.
Meine Schnittmenge – rückblickend klar benannt
Wenn ich heute auf meine Antworten, die Rückmeldungen von anderen und die Wirkung meiner Arbeit schaue, zeigt sich meine Schnittmenge sehr klar, ein Thema, das sich durch ALLES durchzieht, egal ob Können, Mögen oder Weltbedarf. Da geht es nicht um Human Design, Astrologie, Schreiben oder Motivation, sondern das hier:
Ich bringe Menschen zurück in Verbindung mit sich selbst.
Klar, ehrlich, ermächtigend und mit Tiefe.
Das zeigt sich immer dann, wenn Menschen sich selbst aus dem Blick verloren haben. Wenn sie feststecken im Denken, Funktionieren oder im Zweifel und durch Struktur, Sprache und Präsenz wieder Orientierung finden. Wenn sie plötzlich Prioritäten sehen, Entscheidungen treffen und sich selbst wieder ernst nehmen.
Das ist mein Sweet Spot. Und er war von Anfang an da. Ich hatte nur lange keine Sprache dafür. Und alles andere sind Werkzeuge, Formate oder Spielarten davon.
Und das ist das Entscheidende daran:
Diese Schnittmenge hat sich mir nicht über Listen erschlossen, sondern über Wirkung und über das, was sich in der Verbindung mit anderen immer wieder gezeigt hat und zeigt. Erst später konnte ich dafür Worte finden.
Und genau das ist der Punkt, an dem viele hängen bleiben:
Sie suchen nach dem perfekten Begriff, DER EINEN Formulierung und nach dem Gefühl: Jetzt habe ich es.
Dabei ist der Wirkraum oft schon da, nur noch nicht übersetzt.
Aber lass uns kurz gemeinsam hinschauen und sortieren.
An meinem Beispiel kurz erklärt.
Ich zeig dir, wie ich vorgegangen bin, damit du es auch für dich nachmachen kannst. Zuerst destillieren wir jede Liste auf ihren Kern:
1. Schritt: Liste 1 – Worin ich wirklich gut bin
Ich hatte hier u. a. motivieren, analysieren, schreiben, sprechen aufgeschrieben. Aber darum geht es nicht, sondern:
- Ich sehe Menschen, und zwar sehr schnell und auch sehr klar.
- Ich erkenne Potenziale UND blinde Flecken, ohne Menschen zu beschämen.
- Ich übersetze Gefühle in Worte, die verständlich und tragfähig sind.
- Ich gebe Halt, Orientierung und Mut – emotional und gedanklich.
👉 Meine Kernskills:
Klarheit + emotionale Sicherheit herstellen, wo vorher Verwirrung, Zweifel oder Selbstabwertung waren.
2. Schritt: Liste 2 – Was ich mag
Auch hier wieder nicht: schlafen, malen, spazieren, shoppen.
Sondern:
- Ich liebe Tiefe, Sinn, Vision, innere Bilder.
- Ich mag Räume, in denen man ehrlich sein darf, ohne Maske.
- Ich liebe es, Gedanken zu ordnen, Bedeutungen zu finden, Zusammenhänge zu erkennen.
Ich genieße es, bewusst mit Zeit umzugehen, statt sie zu verplempern.
👉 Mein innerer Antrieb:
Sinnvolle Tiefe erleben und gestalten – innerlich wie äußerlich.
3. Schritt: Liste 3 – Was die Welt braucht
Auch hier wieder: nicht alles auf einmal retten 😉
Der gemeinsame Nenner ist:
- Menschen dürfen sie selbst sein, ohne Angst.
- Mehr Würde, Selbstvertrauen, emotionale Reife.
- Weniger Kampf, mehr Verbindung – auch im Business.
- Bewusstsein, dass Erfolg nicht gegen den Menschen gehen muss.
👉 Der Weltbedarf, den ich berühre:
Selbstführung statt Selbstverrat.
4. Schritt: Jetzt bauen wir den Überschneidungspunkt
Jetzt kommt mein eigentliches Mengendiagramm, und das ist kein Wort, sondern mein klarer Wirkraum.
Mein persönlicher Überschneidungsbereich lautet:
Menschen dabei begleiten, sich selbst klar zu erkennen, innerlich sicher zu werden und ihr Leben oder Business aus dieser Wahrheit heraus zu gestalten – mit Tiefe, Sinn und Selbstachtung.
Oder noch zugespitzter:
Ich helfe Menschen, sich selbst ernst zu nehmen – emotional, gedanklich und in ihren Entscheidungen.
Und ganz ehrlich? Das fühlt sich so richtig an und passt punktgenau auf alles, was ich kann, mag und was gebraucht wird.
Und was bedeutet das für dich?
Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich das Thema nicht loslässt, dann weil es Zeit ist, anders hinzuschauen.
Genau dafür habe ich ein Workbook entwickelt, das dir hilft, deinen eigenen Wirkraum sichtbar machen kannst – Schritt für Schritt, ohne Druck, ohne dich festzulegen.
Wenn du merkst, dass du allein im Kreis denkst: Im Workbook findest du einen konkreten Prompt, mit dem du deine Antworten gemeinsam mit ChatGPT sortieren kannst, sodass aus deinen Beobachtungen Schritt für Schritt dein persönlicher Wirkraum sichtbar wird.
Dein persönlicher WIRKRAUM
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Wenn du spürst, dass deine Schnittmenge da ist, dir aber die Worte fehlen: Dieses Workbook hilft dir, deinen Wirkraum sichtbar zu machen.

